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Chronik des Musikvereins „Stumpfer Turm“ Hundheim
Das Hundheimer Vereinsleben wurde hier schon früh aktiv betrieben. Die musikalische Betätigung in Form eines Gesangvereins geht bis in das Jahr 1893 zurück. In diesem Jahr wurde der Männergesangverein „MG Baldenau 1893“ gegründet.
Der Verein spaltete sich 1927 in den „MG Baldenau 1893“ und den „MGV Liederkranz“. Aus dem Mitgliedern des MGV Liederkranz entstand 1928 ein Musikverein deren Vorsitz Mathias Kuntz innehatte.
Die Aktiven Musiker waren:
Flügelhorn: Bohr Vitus, Bohr Wolfgang
Trompete: Greber Reinhold, Bauer Mathias
B-Klarinette: Stalter Peter, Winkel Karl
S-Horn: Schabbach Rudolf, Weyand Josef
Tenorhorn: Schommer Paul, Bernhard Peter
Bass: Römer Peter
- Trommel Tresch Mathias, Winkel Ernst,
Dirigent und Ausbilder waren Peter Backes und Dr. Becker aus Morbach, Lehrer Steinmetz aus Gonzerath, sowie Toni Jörg aus Bischofsdhron.
Die Instrumente wurden von den Aktiven selbst gekauft. Die Rate für ein Instrument betrug 5,- RM im Monat. Der Vereinsbeitrag betrug zu dieser Zeit 1,- RM im Monat.
Gespielt wurde beim Karnevalsumzug, bei Hochzeiten, bei kirchlichen Anlässen, Tanzveranstaltungen, sowie zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs, alljährlich am Kriegerdenkmal.
Der Spielbetrieb musste dann 1940, wegen Einberufung einzelner Aktiver Musiker zur Wehrmacht, eingestellt werden. Nach dem Krieg wurde der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen. Erst 1954 unternahm Walter Lengert den Versuch, etwas in Richtung Musik zu tun, was aber durch verschiedene Faktoren misslang.
Es dauerte bis 1978, als Erwin Waizenhöfer und Josef Schell die Initiative ergriffen und nach Gesprächen mit Interessierten, die Gründung eines Vereins im musikalischen Bereich beschlossen. Es sollte nach deren Überlegung ein Fanfarenzug werden.
Am 18.April 1978 war es dann soweit. Der Fanfarenzug Hundheim war geboren und mit der Ausbildung der Jugendlichen konnte begonnen werden. Die Instrumente, Langfanfaren und Landsknechttrommeln, wurden von den Aktiven selbst gekauft.
Die ersten Proben leitete Josef Schell. Als Dirigenten fand man dann Herrn Otto Weber aus Longkamp, der seine Tätigkeit im Mai 1978 aufnahm.
Der Zugang von aktiven und inaktiven Mitgliedern war positiv. Sodass man sich entschloss einem Verein zu gründen.
Der Erste Vorstand wurde am 1.August 1978 gewählt. Er setzte sich wie folgt zusammen:
1.Vorsitzender: Waizenhöfer Erwin
2.Vorsitzender Schabbach Mathias
Schriftführer Sonnenschein Bernd
Kassenwart Schell Josef
Beisitzer Lengert Walter, Schell Manfred, Schneider Martin
Man wollte die musikalische Tradition in Hundheim fortsetzen und der Jugend eine sinnvolle Freizeitgestaltung anbieten. Als Ziel setzte man sich, Auftritte bei örtlichen Festen und Feiern musikalisch zu umrahmen.
Dem Verein wurde auf Vorschlag von Mathias Schabbach der Name
- Fanfarencorps „Stumpfer Turm“ Hundheim
gegeben.
Der Erste Auftritt war bereits auf der Hundheimer Kirmes im selben Jahr. Im darauf folgenden Jahr wagte man sich bereits über die Ortsgrenze von Hundheim hinaus. Allein im Jahr 1980 betrug die Anzahl der Auftritte 24. Der bis dahin größte Erfolg war das Wertungsspielen in Konz 1982. Der Fanfarencorps belegte dabei den 3.Platz. Ein Jahr später den 4.Platz beim Wertungsspielen in Irsch.
1983 musste Otto Weber die Dirigententätigkeit aus Zeitmangel aufgeben.
Als Nachfolger wurde Herrn Meyer aus Tiefenstein die musikalische Leitung übertragen. Herr Meyer verließ jedoch den Verein 1984.
Bis zur Übernahme des Vereins im Jahre 1985, durch Herrn Rudolf Kronenberger aus Thalfang, leitete Martin Kuntz den Verein bei Proben und Auftritten.
Der Verein verließ nun immer mehr den Bereich Fanfarenmusik und nahm mit der Registerbesetzung immer mehr die Gestalt eines Musikvereins an.
1988 feierte der Fanfarencorps „Stumpfer Turm“ Hundheim sein 10 Jähriges bestehen. Die Kirmes stand ganz im Zeichen der Musik. Höhepunkt war ein Festumzug am Sonntagnachmittag.
Im Fanfarencorps waren in dieser Zeit 21 Aktive Mitglieder.
Nach 6 Jahren verließ Rudolf Kronenberger 1991 den Verein.
Daraufhin wurde fieberhaft nach Dirigenten gesucht. Von 1991 bis 1996 stand der Musikverein unter der musikalischen Leitung der Dirigenten Gerhard Decken, Klaus Kaesbach und Axel Schmitt.
Von 1996 bis 2000 übernahm schließlich der Thalfanger Dirigent Georg Klar den Taktstock und baute den Musikverein weiter aus. Er musste aber schließlich aus beruflichen Gründen den Verein verlassen.
Es folgten nun zwei lange Jahre ohne musikalische Leitung und einige Musiker kehrten dem Verein den Rücken. Es drohte die Auflösung. Doch der Wille und dem Engagement der noch übrigen Musiker ist es zu verdanken, dass die Proben weiter liefen und auch Anfang 2002 mit Herrn Martin Neukirch ein neuer Dirigent gefunden wurde.
Herr Neukirch baute den Musikverein musikalisch wieder auf, sodass wieder regelmäßige Proben und Auftritte möglich waren.
Im Mai 2003 stand dann auch das 25 jährige Jubiläum unseres Vereins an.
Es war eins der schönsten Feste die der Musikverein bis dahin feiern konnte, da der Verein schon als „Ausgestorben“ galt. Ehemalige Musiker, Gründungs-mitglieder und Gäste waren vor der überraschend Guten Leistung der Musiker begeistert.
Man blickte frohen Mutes in die Zukunft, doch 2005 musste Herr Neukirch den Verein aus gesundheitlichen Gründen verlassen.
Seit 2005 hat nun Herr Thomas Schütz aus Gutenthal den Taktstock in der Hand. Seinem Ehrgeiz und seinem musikalischen Können ist es auch zu verdanken, dass der Musikverein seit 2005 nicht nur wieder eine geregelte Jugendausbildung durchführt, sondern auch ein Jugendorchester, die „Klingenden Türmchen“, gründen konnte. Doch die große Anzahl der Jugendlichen Musiker wäre nicht ohne das Engagement vom Norbert Weber zustande gekommen, der Wochen vor unserem ersten Schnuppernachmittag Jungendliche für das erlernen eines Musikinstrumentes animierte.
Bereits 2007 wurden die ersten jungen Musiker in das Große Orchester aufgenommen und es fand auch der zweite Schnuppernachmittag statt, bei dem man wieder viele Jugendlich für die Musik begeistern konnte.
Heute besteht unser Musikverein wieder aus vielen motivierten Musikern die mit einem engagierten Dirigenten und einem starken Jugendorchester positiv in die Zukunft blicken können.
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